WissenDatenraumDennis Raisich

Datenraum für die Due Diligence

Ein Datenraum ist der geschützte Ort, an dem der Verkäufer die Unterlagen für die Due Diligence bereitstellt. Heute ist er fast immer virtuell: Bieter und Berater lesen online, jede Rolle sieht nur, was für sie freigegeben ist, und jeder Zugriff wird protokolliert.

Kurz gesagt

  • Ein guter Datenraum folgt der Anforderungsliste, hat klare Rollen und protokolliert jeden Zugriff.
  • Fragen und Antworten gehören in den Datenraum, verknüpft mit dem Dokument.
  • Downloads gibt der Verkäufer bewusst frei, vertrauliche Unterlagen erst spät im Prozess.
  • Wo die Daten liegen, ist für Anwälte, Treuhänder und viele Unternehmen eine Frage der Pflicht.

Was muss ein Datenraum leisten?

  • Ordnung. Ein Index mit nummerierten Bereichen, der der Anforderungsliste folgt.
  • Rechte. Jede Rolle sieht nur die Unterlagen, die für sie freigegeben sind.
  • Protokoll. Wer hat wann welches Dokument geöffnet oder heruntergeladen?
  • Fragen und Antworten. Fragen der Bieter und Antworten des Verkäufers bleiben mit dem Dokument verknüpft.
  • Suche. Auch in Scans, damit niemand hundert Dateien einzeln öffnen muss.

Wer arbeitet im Datenraum?

RolleWas sie tutWas sie sieht
VerkäuferLädt Unterlagen hoch, beantwortet FragenDen eigenen Datenraum
BieterLiest, stellt FragenWas für ihn freigegeben ist, Downloads nur mit Freigabe
FachpersonPrüft einen Bereich, etwa die SteuernDie Unterlagen ihres Bereichs
BeobachterLiest mitWas freigegeben ist

Welche Fehler kosten Zeit?

Der häufigste Fehler ist ein Datenraum, der als Ablage beginnt: Ordner aus dem eigenen Laufwerk, mehrere Fassungen derselben Datei, Scans ohne lesbaren Text. Bieter verlieren damit Zeit, und jede unklare Stelle wird zur Frage. Ebenso heikel sind Unterlagen, die zu früh zu offen liegen, etwa Löhne einzelner Personen oder Verträge mit Konditionen, die ein Bieter als Wettbewerber nicht sehen sollte. Solche Unterlagen geben Verkäufer meist erst spät und nur einem engen Kreis frei.

Wo liegen die Daten, und wie sicher sind sie?

Ein Datenraum enthält Geschäftsgeheimnisse und Personendaten. Prüfen Sie deshalb, wo Datenbank und Dateien liegen, wer beim Anbieter Zugriff hat und ob die Daten für andere Zwecke genutzt werden, etwa zum Training von KI-Modellen. Für Anwälte und Treuhänder kommt das Berufsgeheimnis dazu, für alle der Datenschutz nach DSG oder DSGVO.

Datenraum und Analyse an einem Ort

Klassische Datenräume speichern und zeigen Dokumente. Die Prüfung findet anderswo statt. Bei majiq ist der Datenraum Teil der Due-Diligence-Plattform: Verkäufer, Bieter und Fachpersonen arbeiten im selben Datenraum, jede Rolle hat eigene Rechte und sieht nur die Unterlagen, die Sie freigeben. Downloads für Bieter geben Sie frei, jedes Öffnen und jeder Download wird protokolliert, und Fragen und Antworten bleiben mit dem Dokument verknüpft. Gleichzeitig liest majiq jede Unterlage und prüft sie im Zusammenhang. Datenbank und Dateien liegen in der Schweiz.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem virtuellen und einem physischen Datenraum?

Ein physischer Datenraum ist ein Raum mit Ordnern, in den Bieter zu festen Zeiten kommen. Ein virtueller Datenraum ist eine geschützte Plattform im Internet. Er ist heute die Regel, weil mehrere Bieter gleichzeitig prüfen können und jeder Zugriff protokolliert wird.

Wie lange bleibt ein Datenraum offen?

Während der Due Diligence und der Verhandlungen, danach wird er geschlossen und oft archiviert, damit später nachvollziehbar bleibt, was der Käufer gesehen hat.

Wie rechnen Anbieter von Datenräumen ab?

Je nach Anbieter nach Datenmenge, Seitenzahl, Nutzern oder Laufzeit. Achten Sie darauf, was eine Verlängerung kostet, denn Deals dauern oft länger als geplant.

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Stand: 5. November 2026. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.