WissenBerichtDennis Raisich

Der Due-Diligence-Bericht

Der Due-Diligence-Bericht fasst zusammen, was die Prüfung ergeben hat: die wesentlichen Risiken, ihre Belege in den Unterlagen und was daraus für Kaufpreis und Kaufvertrag folgt. Er beginnt mit einer Management-Zusammenfassung, danach folgen die Befunde nach Bereich.

Kurz gesagt

  • Aufbau: Management-Zusammenfassung, Umfang der Prüfung, Befunde nach Bereich, Empfehlungen, Anhang.
  • Ein guter Befund nennt Sachverhalt, Fundstelle, Bedeutung für den Deal und Empfehlung.
  • Ein Red-Flag-Bericht nennt nur die wesentlichen Risiken, ein ausführlicher Bericht beschreibt jeden Bereich.
  • Ein echter Bericht aus majiq steht anonymisiert als Muster-Report bereit.

Wie ist ein Due-Diligence-Bericht aufgebaut?

  1. Management-Zusammenfassung. Die wichtigsten Befunde auf wenigen Seiten, für Entscheider, die nicht den ganzen Bericht lesen.
  2. Umfang und Grundlagen. Was geprüft wurde und was nicht, Stichtag, Stand des Datenraums, Annahmen.
  3. Befunde nach Bereich. Gesellschaft, Verträge, Finanzen, Steuern, Personal und weitere, jeder Befund mit Einstufung.
  4. Empfehlungen. Was im Kaufvertrag, beim Preis oder vor dem Vollzug zu tun ist.
  5. Anhang. Liste der geprüften Unterlagen, offene Fragen, Details.

Was macht einen guten Befund aus?

Ein Befund ist mehr als eine Beobachtung. Er sagt, was in welchem Dokument steht, warum das für den Deal zählt und was zu tun ist. Ein erfundenes Beispiel:

TeilBeispiel
SachverhaltDer Rahmenvertrag mit dem grössten Kunden erlaubt die Kündigung bei einem Wechsel des Eigentümers.
FundstelleRahmenvertrag, Ziffer 14.2
BedeutungRund 40 % des Umsatzes hängen an diesem Kunden, die Planung führt ihn voll weiter.
EmpfehlungZustimmung des Kunden als Bedingung für den Vollzug, alternativ eine Anpassung des Kaufpreises.

Fehlt die Fundstelle, lässt sich der Befund nicht prüfen. Fehlt die Empfehlung, bleibt offen, was der Befund für den Deal bedeutet.

Red-Flag-Bericht oder ausführlicher Bericht: was passt?

Ein Red-Flag-Bericht meldet nur, was den Deal gefährdet oder den Preis verändert. Er ist schnell und genügt oft in einer frühen Phase oder bei kleineren Transaktionen. Ein ausführlicher Bericht beschreibt jeden Bereich, auch dort, wo nichts gefunden wurde. Bei einer Vendor Due Diligence gibt der Verkäufer den Bericht den Bietern; sie verlassen sich darauf, und darum regeln die Beteiligten, wer sich in welchem Umfang auf den Bericht stützen darf.

Der Bericht aus majiq

majiq schreibt den Bericht als Entwurf: Er beginnt mit einer Management-Zusammenfassung, danach folgen die Befunde nach Bereich, die Wertpotenziale und der Anhang. Jeder Befund trägt einen Beleg aus Ihren Unterlagen und eine konkrete Empfehlung, und im Online-Bericht führt jede Aussage zur Fundstelle. Änderungsvorschläge der KI nehmen Sie an oder lehnen sie ab. Sie prüfen den Bericht, geben ihn frei und teilen ihn als Link oder PDF. Wie das aussieht, zeigt der Muster-Report, ein echter Bericht aus majiq, anonymisiert.

Häufige Fragen

Wie lang ist ein Due-Diligence-Bericht?

Das hängt vom Umfang ab. Ein Red-Flag-Bericht kann wenige Seiten haben, ein ausführlicher Bericht über eine Gruppe mehrere Hundert. Entscheidend ist eine Management-Zusammenfassung, die das Wesentliche auf wenigen Seiten sagt.

Wer bekommt den Bericht?

Der Auftraggeber, meist der Käufer und seine Finanzierer. Bei einer Vendor Due Diligence gibt der Verkäufer ihn an die Bieter weiter.

Was ist der Unterschied zwischen Befund und Empfehlung?

Der Befund beschreibt, was die Prüfung ergeben hat und wo es steht. Die Empfehlung sagt, was daraus folgt, etwa eine Garantie im Kaufvertrag oder eine Anpassung des Preises.

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Stand: 5. November 2026. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.